Judith Siegmund — 28 JAN — Kann Kunst heute politisch sein?

Am 28. Januar begrüßen wir – diesmal in Raum 11:

Judith Siegmund
Kann Kunst heute politisch sein?

Die Autonomieforderung, mit der die Kunst sich aus vielerlei Gründen bis
heute konfrontiert sieht, bietet einen engen Rahmen, innerhalb dessen sich eine politische Wirksamkeit der Kunst ausloten lässt. Dem steht der Anspruch einiger KünstlerInnen gegenüber, durch ihre Arbeiten eine direkte politische Wirkung auszuüben.

Judith Siegmund möchte zunächst einige Theorien der Politikfähigkeit autonomer Kunst vorstellen und dann zu der Frage kommen, ob sich im Ganzen das Szenario der Kunst im Verhältnis zum Gesellschaftlichen verschoben hat, so dass eine grundsätzlich neue  Beschreibung notwendig wird. Eine solche Beschreibung würde der Kunst einen größeren Spielraum im Politischen zugestehen. Dies wiederum verändert den Begriff ihrer Autonomie.

Judith Siegmund, geb. 1965, arbeitet als Künstlerin und Kunsttheoretikerin und lehrt an der Universität der Künste in Berlin. Ihre Arbeit ist partizipatorisch angelegt. Protagonisten und Protagonistinnen ihrer Projekte sind oft Menschen, die in gesellschaftlichen Randzonen leben, die über ihre Schicksale, Lebenssituation, Träume, Hoffnungen und Ängste berichten. Die Künstlerin verwendet dabei verschiedenen Medien, wie Fragebögen, Interviews, Videoaufnahmen, Transparente. Neben zahlreichen Ausstellungsbeteiligungen hält Judith Siegmund regelmäßig Vorträge und publiziert Texte im Bereich Ästhetik / Phänomenologie der Kunst / politischer Theorie sowie über Kunsttheorie und -praxis. Ihre Monografie „Die Evidenz der Kunst. Künstlerisches Handeln als ästhetische Kommunikation“ erschien 2007 im Transcript Verlag, Bielefeld.
Den Vortrag begleitend haben wir unseren Semesterapperat weiter bestückt!

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.