WS08/09: Gebührenboykott wieder mit großer Beteiligung
Protest und erneuter Boykott der Studiengebühren an der Kunsthochschule am Lerchenfeld
2.12.08 Hochschule für bildende Künste HfbK Hamburg
Mehr als 180 Studierende boykottieren auch in diesem Semester wieder die Studiengebühren. Sie lehnen die Möglichkeit einer späteren Zahlung der Studiengebühren - die sogenannte "Stundung" - ab. Sie weigern sich, sich für die pure Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu verschulden.
Ein Sprecher der Boykotteure sagt: "Man sollte Menschen, die in diese Gesellschaft hineingeboren werden, willkommen heißen und ihnen die Zukunft vertrauensvoll an die Hand geben. Die Generation der 'Leistungsträger' müsste sich für eine freie und lebenswerte Zukunft der nächsten Generation einsetzen."
Doch heute knöpft man den Neuankömmlingen von der Kita bis zur Uni erst mal Geld ab. Die Boykottierenden erklären, dass es eine kulturelle Katastrophe ist, wenn sich Menschen von Geburt an verschulden müssen, nur um an der Gesellschaft erfolgreich teilnehmen zu können. Die Frage wird laut: Was ist Sklaverei denn anderes?
Die Studierenden fordern, den marodierenden Drägerschen Wahnsinn zu beenden. Künstler und Wissenschaftler wenden sich entschieden gegen die bildungsfernen Vorstellungen der Wissenslobbyisten McKinsey und Bertelsmann-Stiftung. Sie sind besorgt über die antidemokratischen Vorgänge, die sich in der Verflechtung von Bertelsmann und Staat abzeichnen. Bertelsmann hat die aktuellen Studienreformen als außerdemokratische Macht wesentlich gestaltet. Schon heute zeichnet sich ab, dass Bildung und Kultur irreparable Schäden davongetragen haben.
Oder, wie Prof. G.C. Tholen auf einem Symposium der HfbK Anfang November sagte: Der Bologna-Prozess "ist ein Rückfall in die Vorhumboldtsche Kadettenschule."
Der Boykott der Studiengebühren an der HfbK Hamburg sieht sich auch als Widerstand gegen die Verquickung der Interessen großer Medienkonzerne mit dem Überwachungspotential des Staates. Studierende treten für freie Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre ein. Sie erkennen die strukturellen Veränderungen, wie sie in den Hochschulreformen durchgesetzt werden, als nicht vereinbar mit dem Grundgesetz.
Weitere Infos unter: http://www.hfbk.de
2.12.08 Hochschule für bildende Künste HfbK Hamburg
Mehr als 180 Studierende boykottieren auch in diesem Semester wieder die Studiengebühren. Sie lehnen die Möglichkeit einer späteren Zahlung der Studiengebühren - die sogenannte "Stundung" - ab. Sie weigern sich, sich für die pure Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu verschulden.
Ein Sprecher der Boykotteure sagt: "Man sollte Menschen, die in diese Gesellschaft hineingeboren werden, willkommen heißen und ihnen die Zukunft vertrauensvoll an die Hand geben. Die Generation der 'Leistungsträger' müsste sich für eine freie und lebenswerte Zukunft der nächsten Generation einsetzen."
Doch heute knöpft man den Neuankömmlingen von der Kita bis zur Uni erst mal Geld ab. Die Boykottierenden erklären, dass es eine kulturelle Katastrophe ist, wenn sich Menschen von Geburt an verschulden müssen, nur um an der Gesellschaft erfolgreich teilnehmen zu können. Die Frage wird laut: Was ist Sklaverei denn anderes?
Die Studierenden fordern, den marodierenden Drägerschen Wahnsinn zu beenden. Künstler und Wissenschaftler wenden sich entschieden gegen die bildungsfernen Vorstellungen der Wissenslobbyisten McKinsey und Bertelsmann-Stiftung. Sie sind besorgt über die antidemokratischen Vorgänge, die sich in der Verflechtung von Bertelsmann und Staat abzeichnen. Bertelsmann hat die aktuellen Studienreformen als außerdemokratische Macht wesentlich gestaltet. Schon heute zeichnet sich ab, dass Bildung und Kultur irreparable Schäden davongetragen haben.
Oder, wie Prof. G.C. Tholen auf einem Symposium der HfbK Anfang November sagte: Der Bologna-Prozess "ist ein Rückfall in die Vorhumboldtsche Kadettenschule."
Der Boykott der Studiengebühren an der HfbK Hamburg sieht sich auch als Widerstand gegen die Verquickung der Interessen großer Medienkonzerne mit dem Überwachungspotential des Staates. Studierende treten für freie Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre ein. Sie erkennen die strukturellen Veränderungen, wie sie in den Hochschulreformen durchgesetzt werden, als nicht vereinbar mit dem Grundgesetz.
Weitere Infos unter: http://www.hfbk.de
