Presse zu Boykott2010 / Pfändungen

Informationsmaterial, Mitschnitte und Ergebnisse

Presse zu Boykott2010 / Pfändungen

Postby Smotfog on 06.07.2010, 16:19

Liebe HfbK@Hfbk.de -Abonent_innen,
es brennt wieder in der hamburger Hochschullandschaft:
Der Studiengebührenboykott an der HfbK Hamburg hält an,
die HfbK hält still und begießt das Semesterende mit der
Jahresausstellung, die am Mittwoch nächste Woche eröffnet wird,
während die ersten Konten von Studierenden gepfändet werden...
Hier eine Presseschau zur aktuellen Situation:

http://hamburgbrennt.blogspot.com/2010/ ... erden.html
http://www.spiegel.de/unispiegel/studiu ... 91,00.html
http://www.trading-house.net/news/polit ... 37130.html
http://www.ad-hoc-news.de/vollstreckung ... s/21437060
http://www.sternenstaub-hilft.de/index. ... readID=928
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/506905
http://www.gegenfrage.com/studenten-boy ... ngebuhren/
http://portal.1und1.de/de/themen/beruf/ ... ieher.html

UND ZUM SCHLUß EIN SCHÖNER SOLI-TEXT des AStA der HAW:
http://www.asta.haw-hamburg.de/download ... gssoli.pdf
Code: Select all
Solidaritätserklärung für die von Pfändung bedrohten Studierenden der HfBK

Fernab der Augen der Öffentlichkeit findet der derzeit an der HfBK (Hochschule für
bildende Künste) die Zuspitzung des Konflikts über den Boykott der Studiengebühren
statt. Ca. 50 Studierende haben von der KASSE Hamburg die Pfändung ihrer Konten
angedroht bekommen, falls sie der Zahlungsaufforderung der Studiengebühren nicht
nachkommen. Die KASSE wurde von der Hochschulleitung der HfBK beauftragt, den
offenen Zahlungen nachzugehen.
Wir vom AStA der HAW möchten unsere volle Solidarität mit den Boykottierenden der
HfBK aussprechen. Wir verurteilen die Androhung einer Pfändung. Der ausgetragene
Protest über einen Zahlungsboykott gegen die verfassungswidrigen Studiengebühren
(freier und gleicher Zugang zu Bildung für alle) ist absolut gerechtfertigt!
Entgegen der Darstellung der Hochschulleitung handelt es sich nicht um einige
wenige Studierende, die aus Eigennütz immer noch nicht zahlen wollen. Die Boykott-­
Kampagne hatte an der HfBK einen besonders hohen Erfolg, als über 50% der
Studierenden sich an dem Boykott beteiligt haben! Das ist ein klares politisches
Statement, das wir voll und ganz unterstützen!
Die Beteiligung der Studierenden an der HfBK an dem Boykott ist ein vorbildliches
Beispiel an Protest für alle von uns! Wären wir alle so entschlossen gewesen, hätten
wir die Gebühren verhindern können. Die Entschlossenheit, bis zuletzt durchzuhalten
und auch heute noch trotz massiver Androhungen seitens der Behörden, die zum
eigenen finanziellen Ruin führen können, verdient unseren vollen Respekt!
Deshalb rufen wir alle Studierende auf, sich solidarisch zu erklären und zu zeigen.
Das ist keine private Angelegenheit, sondern wichtig für alle Studierende. Für
Studierenden der HfBK war das von Anfang an keine rein „formelle“ Angelegenheit,
sonder schlicht und einfach eine Frage des Studierens oder nicht Studierens: viele
können sich die Gebühren nicht leisten, und auch die Aussicht sie in verspäteter
Form zu entrichten (Stundung), ändert hier nicht viel. Viele mögliche Studierende
lernen wir heute gar nicht mehr kennen, weil sie das Studium gar nicht erst anfangen
können. Studiengebühren sind unsozial, ob mit oder ohne Stundung!
Haltet durch! Gemeinsam sind wir stark!


Danke an Ylva für die Recherche und Zusammenstellung dieses Pressespiegels!


Außerdem ging ein Anonymer (?) Kommentar durch unsere Verteiler:
Kommentar:

HfBK - Studiengebühren: Die schnappen über. Ganz schön perfide. Die
> Betroffenen sollten alle schnellstens Pfändungsschutz für ihre Konten
> beantragen. Das Recht hat jeder. Der Freibetrag liegt bei 892,-- € und
> ein paar Cent.
Die Banken dürfen den Antrag nicht verwehren.
> Sozialleistungen dürfen auch nicht gepfändet werden. Darunter sollten
> neben dem Kindergeld auch BaföG und Hartz IV fallen. Ein Offenbarungseid
> richtet keinen großen Schaden an. Man bekommt den allerdings in die
> Schufa und anderen diversen Unternehmen eingetragen. Damit hat man dann
> Probleme, Kredit irgendwo zu bekommen. Vielleicht sollten alle
> Privatinsolvenz beantragen, dann ist man bis zur Pfändungsfreigrenze
> geschützt (siehe obiger Betrag) und kann alle Mahnungen in die Tonne
> kloppen.
> Das Hamburger Amtsgericht wird sich über so viel Zusatzarbeit freuen.
> Die Frage ist, ob man einen Anwalt dafür findet, da die Antragsteller im
> Prinzip ja alle mittellos sind. In dem Fall muß Vater Staat für alle
> Kosten aufkommen.
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